Freitag, 29. April 2011

Der Cyberspace entwickelt sich zu einem der strategisch bedeutendsten Räume des 21. Jahrhunderts


Interview mit Dr. Heiko Borchert und Felix Juhl, Sandfire AG, Schweiz


Dr. Heiko Borchert leitet das Beratungsunternehmen Sandfire AG (www.sandfire.ch) und ist Mitherausgeber der Schriftenreihe Vernetzte Sicherheit (www.vernetzte-sicherheit.net). Felix Juhl ist dort Senior Partner, Experte für CIIP, Cybersecurity und unter einem Pseudonym,  Autor von u.a. Fachartikeln.


Worin bestehen aus Ihrer Sicht die bedeutendsten sicherheitspolitischen Herausforderungen?

Die bedeutendste Herausforderung ist der Umgang mit Komplexität. Sie resultiert aus einer Reihe von Sicherheitsrisiken wie z.B. Terrorismus, Organisierte Kriminalität, Energie- und Rohstoffversorgungssicherheit, der Zunahme von Cybergefahren oder die Verwundbarkeit kritischer Infrastrukturen um nur einige Beispiele zu nennen. Diese Risiken sind ihrerseits das Ergebnis unterschiedlicher politischer, wirtschaftlicher, gesellschaftlicher, technischer und ökologischer Veränderungsprozesse. Ein einzelner Akteur – sei es ein Staat, ein Ministerium oder eine Sicherheitsbehörde – alleine wäre mit der Bewältigung dieser Risiken, ihrer Ursachen und ihrer Folgen überfordert. Daher müssen verschiedene staatliche und nicht-staatliche Akteure sowie militärische, zivile, wirtschaftliche und gesellschaftliche Mittel systematisch in einem vernetzten Ansatz miteinander kombiniert werden.

Hinzu kommt: Während Jahrzehnten war der globale Ordnungsrahmen, indem internationale Sicherheitsherausforderungen diskutiert wurden, klar und eindeutig. Das ist heute nicht mehr der Fall. Die jüngste Finanz- und Wirtschaftskrise hat einen Prozess der Machtverschiebung von den traditionellen Industrieländern zu den aufstrebenden Schwellenländern verstärkt. Diese versuchen verstärkt, ihre Interessen zur Gestaltung des globalen Ordnungsrahmens umzusetzen. In der Konsequenz müssen wir nicht nur komplexere Herausforderungen bewältigen, sondern gleichzeitig auch die dafür benötigten internationalen Institutionen um- und teilweise neu bauen.  Dabei werden die Staatshaushalte der Industrieländer auf absehbare Zeit unter Druck stehen. Für Sicherheitsaufgaben steht nicht nur weniger Geld zur Verfügung. Zusätzlich wird der Wettstreit um die Definition der politischen Prioritäten an Schärfe. Diese Entwicklung akzentuiert zusätzlich die angesprochene Machtverschiebung.

Sie haben Cybergefahren als Sicherheitsherausforderung angesprochen. Welchen Stellenwert messen Sie diesem Thema bei?

Cybersicherheit wird eines der zentralen Themen der Zukunft sein. Besonders wichtig ist, dass das Thema nicht nur technisch diskutiert wird.

Der Cyberspace als Raum, der aus der Vernetzung von Computer-, Informations- und Kommunikationstechnik entsteht, entwickelt sich zu einem der strategisch bedeutendsten Räume des 21. Jahrhunderts. Handels-, Finanz- und Informationsströme werden darüber genauso abgewickelt wie soziale Austauschbeziehungen unterschiedlichster Ausprägung. Konzepte, Technik, organisatorische Abläufe und das Handeln von Menschen müssen so aufeinander abgestimmt werden, dass es gelingt, die Vorteile des Cyberspace zu nutzen und die damit verbundenen Verwundbarkeiten weitgehend einzudämmen.

Gerade für eine wirtschaftsstarke Nation wie Deutschland, die auf wissensintensive Hoch-Technologie setzt, ist Cybersecurity eine besondere Herausforderung. Deutschland profitiert von den Möglichkeiten des Cyberspace, wenn es z.B. darum geht, arbeitsteilige Prozesse weltweit zu koordinieren und wird gleichzeitig Opfer dieser Vorzüge, wenn sich Dritte auf illegale Weise über die gleiche Infrastruktur Zugang zu relevantem Know-How verschaffen wollen. Es ist diese ambivalente Natur des Cyberspace, die dazu führt, dass künftig verstärkt gemeinsame staatliche und private Sicherheitsansätze gefragt sind, um einen Interaktionsraum zu sichern, von dem Behörden, Unternehmen und Bürger gleichermaßen abhängen.

Bei der Diskussion über mögliche Cybergefahren stehen Cyberwar und Cybercrime ganz oben auf der Agenda. Was unterscheidet diese beiden Gefahren voneinander? 

Das ist eine wichtige Frage, denn es ist nötig, die landläufige Wahrnehmung dieser Phänomene zu präzisieren. Oft werden z.B. Distributed Denial of Service Attacks bereits als Cyberwar angesehen. Das ist nicht korrekt.

Wie der Name schon sagt: Bei einem Cyberwar handelt es sich tatsächlich um das Gewinnen von Informationen, Vorbereiten und Entwickeln von Fähigkeiten für die tatsächliche Durchführung kriegerischer Handlungen im Cyberspace Bei Cybercrime steht das kriminelle Motiv im Vordergrund. Die Ziele und auch die Akteure, die in die jeweiligen Aktionen involviert sind, unterscheiden sich grundlegend. Die Wirkung ihrer Taten – und das macht die Sache so schwierig – kann aber durchaus gleich wahrgenommen werden.

Die Schwierigkeit in der Wahrnehmung der Unterschiede zwischen Cyberwar und Cybercrime verweist auf ein Grundsatzproblem: Wie wissen wir überhaupt, was im Cyberspace vor sich geht und wie erkannte Handlungen zu bewerten sind? Die Antworten auf diese Frage sind nicht zuletzt rechtlich äußerst relevant, denn daraus ergibt sich, was notwendig, erforderlich und verhältnismäßig ist, um auf eine erkannte Gefahr zu reagieren.

Lesen Sie mehr zu den Fragen: 
  • Welche technische Entwicklungen können wir in den kommenden 5 Jahren erwarten?
  • Bedeuten neue Technologien immer neue Bedrohungen?
  • Wie können sich Menschen und Unternehmen gegen Cyberkriminalität oder –spionage schützen?

 Laden Sie jetzt das komplette Interview herunter, klicken Sie hier: Cyber Security - ein Interview.



Dienstag, 26. April 2011

Sicher durch die Röhre...

Die Tunnelsicherheit ist einer der wichtigsten Aspekte im Tunnelbau. Deutschland ist in dieser Beziehung eines der führenden Länder der Welt.
Bei Sicherheit im Tunnel kommt es nicht nur auf vorausschauende Maßnahmen dank Hightech an, sondern auch im erheblichen Maß auf den Faktor Mensch. Es gilt, Gefahren schon im Vorfeld zu erkennen und zu bannen.

Tunnelsicherheit ist in Deutschland nicht nur bei neu erbauten Tunnels Thema Nummer eins. 

Auch wenn Straßentunnel in Deutschland im internationalen Vergleich bereits heute ein hohes Sicherheitsniveau haben, hat das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung (BMVBS) nach den schweren Brandunfällen in einigen Alpentunneln nochmals alle Sicherheitsanforderungen überprüft. Zusammen mit nationalen und internationalen Experten wurden weitere Verbesserungen insbesondere zur Selbstrettung der Tunnelnutzer im Brandfall erarbeitet. Die neuen Sicherheitsmaßnahmen entsprechen den inzwischen verabschiedeten europäischen Tunnelrichtlinien und gehen in vielen Punkten über die dort genannten Mindestanforderungen hinaus. Mit einem umfassenden Programm werden die bestehenden Tunnel an Bundesfernstraßen an die Regelungen angepasst, um allen Verkehrsteilnehmern eine optimale Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Neben diesen technischen Maßnahmen hat aber auch das richtige Verhalten der Tunnelnutzer bei Störfällen eine besondere Bedeutung. Das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung hat daher in Zusammenarbeit mit der Bundesanstalt für Straßenwesen eine Broschüre "Sicherheit geht vor - Straßentunnel in Deutschland" herausgegeben.


Stärkeres Bewusstsein für Gefahrenquellen erzeugen
Es ist von enormer Wichtigkeit, den normalen Autofahrer sowie Mitreisende aufzuklären und ein Bewusstsein für das richtige Verhalten in Notsituationen zu schaffen. Dazu gehört das Wissen über vorbeugende Maßnahmen. Denn jeder zweite Tunnelunfall ist auf zu geringen Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug zurückzuführen, und viele Unfälle ereignen sich aufgrund überhöhter Geschwindigkeiten. Unglaublich, aber wahr: Die wirksamste Unfallabwehrmaßnahme ist schlicht und einfach das Einhalten der Regeln der Straßenverkehrsordnung. Denn das Fatale ist, dass sich in einem Tunnel ein „ganz normaler“ Unfall zu einer Katastrophe ausweiten kann.
Im Idealfall sollte ein Tunnel genauso sicher sein wie eine normale Straße. Denn Tunnel sind Teil der Straße. Die Verhältnisse in Tunneln sollten daher grundsätzlich denen der Straße entsprechen. Die Wahrscheinlichkeit, dass sich bei gleicher Fahrleistung im Tunnel ein Unfall ereignet, ist geringer als im Durchschnitt im Freiland. Wenn es aber zu einem Unfall im Tunnel kommt, dann sind die Folgen schwerer als im Freiland. Gleiche Verhältnisse zu schaffen, ist nicht immer zu realisieren. Trotzdem kann einiges unternommen werden, um die Tunnelsicherheit erheblich zu steigern.

Weiteres zum Thema gibt es im vollständigen 5-Seiten Artikel:
  • Feuer ist die größte Bedrohung
  • Sicherheitseinrichtungen im Tunnel
  • Richtung kann ganz einfach sein
  • Richtiges Verhalten bei Panne oder/und Unfall
  • Höchste Sicherheit durch Infrarot
Laden Sie sich den kostenlosen 5-Seiten Artikel: Tunnelsicherheit jetzt herunter.


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Tunnelsanierung und Tunnelnachrüstung

Kostenlose Artikel, Präsentationen und Details zur Veranstaltung gibt es hier.

Freitag, 8. April 2011

A great 30-minute Podcast on "Cyber 101"

The law enforcement intelligence and crime analysis blog and podcasts from Dave Henderson and Nick Selby offer a deep insight into Cyber Crime and actions against it. Dave and Nick offer many interesting interviews on this subject matter and we are happy to highlight one of these here: Cyber 101.


In the 30-minute podcast Rik Ferguson of the security vendor "Trend Micro" talks about the threats facing everyday internet users. The podcast gives a great overview with some basic information on the internet like the existing terminology: What actually are viruses, worms, rootkits and trojans.

Download this exciting and very informative podcast here. 

Rik continues the discussion with overviews on malware aimed at creating fame for the author in the past and now-a-days more and more driven by criminals interested in making money from it. Cyber-crime is the big topic coming to mind at this point.

Rik begins the podcast with some statistics and then goes into some very interesting talks about how cyber-criminals actually commit crime.

Listen to the Podcast now: click here.


Here are some excerpts of high-level points made:
  • Criminals target user machines to harvest information and to use the machines as distribution points for spam, malware and files or to launch attacks upon other computers.
  • Criminals will capture machines and then rent those captured machines to other criminals to commit further crimes.
  • It’s very common that those infected don’t notice – Criminals have a vested interest in making sure that you don’t notice the infection, therefore they are careful not to overload your processor
  • In underground forums, US credit card details are sold for as little as $2 per card, much less in bulk. To buy a complete identity package – card number and CV2, expiry date, mother’s maiden name etc – can be as little as $10. A million email addresses sell for as little as $8.
  • Targeted online information such as geolocation is used to make more valuable spam lists.
  • Listen to the Podcast to find out about the typical malicious infection process.
  • Cyber-criminal rewards are very high. For example criminal gangs from Eastern Europe sold fake security software making over US $180 million in just 12 months.
  • In contrast the cyber-crime risks are low. The chances of getting caught are slim, and if caught, punishments are very light.
  • Consider very carefully every piece of information you share online. Cyber Security is a very important topic now-a-days.
We would like to thank Nick and Dave for allowing us access to this great podcast.
Access the Cyber 101 Podcast here.


Cooperation: Police-Led Intelligence

Donnerstag, 7. April 2011

Twitter celebrates it's 5th birthday this year... Let's take a look on the story so far...

Happy Birthday Twitter!

140 characters that changed the (online) world... Twitter. Tweets. Followers. Microblogging. All terms connected to and developed via Twitter. The popular platform turns 5. Time to look at the history... Here is a great infographic - start from the bottom to the top to review the story so far.. Enjoy the infographics in this post...

Graphic by Infoshot
Please feel free to use this image on your blog, just be sure to link back here to the original source.

So who are the Twitter users?

The below infographic is highlighting the different types of Twitter users -- all with a humourous twist.

Infographic created by @ngonews. Click on the graph to see a larger version.

Dienstag, 5. April 2011

10 Tipps, um ein HR-Shared Service Center scheitern zu lassen

Das HR-Shared Service Center (HR-SSC) ist eine etablierte Größe in der HR-Organisationslandschaft und bereits so selbstverständlich in seiner Funktion und Gestalt, dass es bei den HR-Zukunftsthemen den Status einer „Hausaufgabe“ erhält: etwas, das man erledigen muss, ohne dass man viele Worte darüber verliert. Die Mehrzahl der DAX-Unternehmen verfügt bereits über eine solche Einrichtung. Aus den dabei gewonnen Erfahrungen hat Prof. Dr. Wolfgang Appel zehn Tipps für die nachfolgende Welle der HR-SSC gesammelt. Sie nennen sich „10 gute Tipps, ein HR-SSC scheitern zu lassen“. Denn am besten lernt man immer noch aus den Fehlern der Anderen.

Laden Sie sich diese 10 Tipps jetzt mit Kommentaren herunter.

Unten finden Sie eine kurze Zusammenfassung. Den vollständigen Artikel, finden Sie hier.

1. Tipp: Akzeptieren Sie nur Standards!
Der große Mehrwert von Shared Services soll aus der Standardisierung von Prozessen stammen. Bloß dass diese Standardisierung niemand so recht gelingen will: Jeder Kunde ist individuell und will auch als Individuum behandelt werden – aber zu Standardpreisen natürlich.

2. Tipp: Glauben Sie an Ihren Business Case!
Wie hoch war die Vorgabe zur Kostensenkung beim Start des SSC-Projekts: 20%? 30% oder sogar noch höhere Einsparungen verhießen die Beraterfolien. Aber dann stellen Sie in der Umsetzung fest, dass die dezentralen Einheiten ihre HR-Ressourcen „verschwinden“ lassen, dass die Abbaupotentiale nicht realisiert werden können, weil es sich um „Splitterköpfe“ handelt, dass die IT-Kosten des Projekts zu niedrig und die Sachkosten zu hoch geschätzt wurden.

3. Tipp: Gehen Sie davon aus, dass die gewerblichen Mitarbeiter die schwierigste Zielgruppe bei der Einführung eines HR-SSC sein werden!
„Können die Jungs mit den dicken Fingern überhaupt mit Self Services umgehen?“, auf diese saloppe Art wird man öfters bei der Einführung eines SSC auf vermeintlich unüberwindliche Widerstände hingewiesen.

4. Tipp: Glauben Sie, dass das Top-Management selbst tut, was es anderen vorschreibt!
„Wir alle müssen die neuen Technologien nutzen und einsetzen“ – wehe aber Sie vergessen in ihre Manager Self Services eine Sekretariatsfunktion einzubauen.

5. Tipp: Vertrauen Sie Ihrem Feind!
Wer ist der schärfste Feind des HR-Service Centers? Der restliche HR-Organisation und hier vor allem die „Business Partner“!


6. Tipp: Seien Sie selbst im HR-SSC vollkommen transparent, weil Sie erwarten, dass die anderen HR-Funktionen es auch sein werden!
Was kann man nicht alles im HR-SSC messen: Durchlaufzeiten, Annahmequoten, Nachbearbeitungszeiten und Kapazitätsauslastungen und, und, und...

7. Tipp: Glauben Sie an die Kräfte des internen Marktes!
„Der Preis wird es richten“ – als ökonomisch geschulte Personaler glauben wir an die naturgesetzliche Steuerung von Angebot und Nachfrage durch den Preis. Aber siehe da: kaum ist ein Standard-Produkt definiert, will jeder Ausnahmen und ist sogar bereit dafür zu zahlen (sind ja ohnehin nur „Verrechungs-Dollars“).

8. Tipp: Lassen Sie die unangenehmen Botschaften der Umorganisation durch andere transportieren!
Man weiß ja nie, was aus solch einer Konstruktion wird – am Schluss ist man bei den Verlierern“, das mag sich mancher Personaler denken und lässt die schlechten Nachrichten lieber von Externen, vorzugsweise Beratern, verkünden.

9. Tipp: Gehen Sie davon aus, dass SAP EIC und SAP HR kompatibel sind!
Da haben Sie mit großem Aufwand ein für den HR-Bereich zugeschnittenes CRM-Produkt bei SAP beschafft und stellen dann nach der Implementierung fest, wie viel noch nachträglich anzupassen und zu implementieren ist.

10. Tipp: Erwähnen Sie gegenüber Ihren Mitarbeitern, dass Sie ein „Call Center“ errichten wollen!
Welcher Personaler, der seinen Beruf ergriffen hat, weil er es einmal mit Menschen zu tun haben wollte, möchte seine Berufskarriere in einer seelenlosen und schlecht beleumdeten „Anrufzentrale“ fortführen? Das absolute No-Go!


Laden Sie sich die 10 HR-SCC Tipps mit ausführlichen Ausführungen und Erklärungen herunter. Hier geht es zum kostenlosen Download.



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Verpassen Sie nicht das 8. Jahresforum HR SCC Transformation & Performance
vom 04 - 06 Juli 2011 im Steigenberger Hotel, Frankfurt am Main

Montag, 4. April 2011

Sanierung im Essener U-Bahn- System


In der Essener U-Bahn wurde die alte sanierungsbedürftige Abdeckung von Kabeltrögen aus Holz- bzw. Betonbohlen durch spezielle Glasfaser-Leichtbeton-Brandschutzelemente ersetzt. Sie sind rutschfest, begehbar und bei gleichzeitig geringem Eigengewicht dynamisch belastbar, nicht brennbar und verfügen über eine hohe Wasser- und Frostbeständigkeit.
In unterirdischen Verkehrsanlagen kommt es besonders auf den sicheren Brandschutz an. U-Bahn-Tunnel erfordern auf Grund ihrer speziellen Umgebungsbedingungen ein abgestimmtes Konzept von  brandschutztechnischen Maßnahmen, um eine erfolgreiche Räumung im Falle eines Brandes sicherzustellen. Eine besondere Rolle spielen in dem Zusammenhang die in der Regel seitlich und parallel zum Schienenverlauf angeordneten Kabeltröge, die der Aufnahme und Führung von Signal-, Telekommunikations und Starkstromkabeln dienen. Sie sind so konstruiert, dass sie im Falle eines Brandereignisses gleichzeitig als Fluchtweg genutzt werden können und sollen die schnelle Räumung der U-Bahn gewährleisten.

Um diese Funktion sicher übernehmen zu können, werden hohe Anforderungen besonders auch an die Abdeckungen der Kabeltröge gestellt. Sie müssen nicht nur nicht brennbar sein und hohen mechanischen Krafteinwirkungen standhalten, sondern in erheblichem Maße auch wasser- und frostbeständig sein. Denn durchfahrende Züge bringen vor allem bei Regenwetter viel Nässe in die Tunnel hinein. Ohnehin sind die
Abdeckungen durch die speziellen klimatischen Bedingungen in den Tunneln sowie durch die ganze oder teilweise Verlegung der Kabeltröge im Boden ganzjährig ständiger Feuchtigkeit und Frosteinflüssen  ausgesetzt.  Nur wenige Materialien sind diesen gleichzeitigen Belastungen gewachsen.

Sanierungsbedürftig
Stabilitätsprobleme sowie unzureichender Brandschutz waren für die Essener Verkehrs AG (EVAG) jetzt Anlass, im Rahmen umfangreicher Sanierungsmaßnahmen die Deckel der Kabeltröge im U-Bahn-Netz zu
erneuern. „Die Abdeckungen,“ erklärt Bertram Gröpper, Leiter Ingenieurbauwerke im  Immobilienmanagement der EVAG die Maßnahme, „bestanden aus Holz bzw. aus Beton. Bei Holz
haben wir das Problem, dass die Platten durch die Feuchtigkeitseinwirkung sehr schnell verwittern. Außerdem kann damit kein dauerhafter Brandschutz gewährleistet werden. Die Betonabdeckungen waren durch Korrosionsschäden an der Bewehrung im Laufe der Zeit instabil geworden. Sie sind bei Begehungen teilweise ohne Vorankündigung gebrochen.“ Außerdem, so Gröpper weiter, seien Kabelarbeiten in den mit Beton abgedeckten Bereichen sehr aufwändig gewesen: „Die Arbeiten waren wegen des hohen Gewichtes der Betonplatten sehr schwierig, extrem anstrengend für die Mitarbeiter und äußerst langwierig.“


Lesen Sie den kompletten Bericht zu diesen spannenden Thema: Sanierung im Essener U-Bahn System.

Der Artikel berichtet weiter über:
  • Umfangreiche Anforderungen
  • Wasser- und Frostbeständig
  • Werkseitige Zuschnitte
  • Fazit


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    Montag, 28. März 2011

    Botnetze - eine Gefahr für Ihren Computer und Ihr Netzwerk

    Sicher im Internet – Botnetze fungieren als infrastrukturelle Grundlage von Internetkriminalität

    Botnetze sind Netzwerke aus Computern, die nach der Infektion mit Schadsoftware zusammengeschlossen werden. Ist Ihr Computer Teil eines Botnetzes, kann er unbemerkt auf ferngesteuerte Befehle von Cyberkriminellen reagieren und zum Beispiel Spam versenden oder andere Computer infizieren, wenn Sie online sind.

    Botnetze fungieren als infrastrukturelle Grundlage von Internetkriminalität und sind eine der größten illegalen Einnahmequellen im Internet. Mit dem Anti-Botnet-Beratungszentrum möchten wir die Zahl der Botnetz-infizierten Computer deutlich verringern und so den Cyberkriminellen die Grundlage entziehen. Jeder einzelne Rechner, der von Schadprogrammen befreit wird, hilft dabei.

    Was genau sind Botnetze?



    Unter einem Botnetz wird ein Netzwerk aus Computern verstanden, die nach der Infektion mit Schadsoftware zusammengeschlossen werden und, sobald eine Internetverbindung besteht, auf ferngesteuerte Befehle von Cyberkriminellen reagieren können. Die einzelnen Computer werden als „Bot“ oder „Zombie“ bezeichnet; dabei ist ein Bot prinzipiell das schädigende Programm selbst, dessen Bedeutung jedoch auch mit dem System assoziiert wird.

    Die Netzwerkanbindung und lokalen Ressourcen betroffener Computer werden ohne Wissen der Eigentümer von Cyberkriminellen für unterschiedliche Zwecke benutzt; so kann der eigene Computer unbemerkt zum Versand von Spam verwendet werden, aber auch das Durchführen von DDoS-Attacken oder Phishing, also das Abgreifen von persönlichen Daten und Passwörtern, ist möglich.

    Die Betreiber von Botnetzen wollen so viele Computer wie möglich kapern, um die Ressourcen, die ihnen zur Verfügung stehen, zu vergrößern. Sie nutzen die Botnetze nicht nur selbst, sondern vermieten sie auch auf dem kriminellen Markt. Das Botnetz erhält und vergrößert sich selbst, indem es die entsprechende Schadsoftware weiterverbreitet und weitere Computer infiziert.

    Es wird angenommen, dass weltweit bis zu einem Viertel aller Computer Teil eines Botnetzes ist. Deutschland rangiert dabei in den Top Ten, nicht zuletzt, weil hier eine gute Infrastruktur des Internet zur Verfügung steht. Die Botnetze selbst fungieren als infrastrukturelle Grundlage von Internetkriminalität und sind eine der größten illegalen Einnahmequellen im Internet.

    Was ist ein Schadprogramm (Malware)?

    Der Begriff Schadprogramm oder Malware bezeichnet ein Programm, das unerwünschte oder versteckte Funktionen auf dem betroffenen Computer ausführt. Schadprogramme sind voll funktionsfähige und oft eigenständige Programme, die von versierten Programmierern mit kriminellen Absichten erstellt und verbreitet werden. Schadprogramme sind z.B. Viren, Würmer, Trojaner, Bots, Dialer, Scareware und Grayware.

    Wie wird ein Computer infiziert?

    Botnetze werden erweitert, indem ein „Bot“ auf einem noch nicht infizierten Computer installiert wird. Das kann auf verschiedenen Wegen geschehen:
    • Infizierte E-Mails:
      Über eine E-Mail wird der Nutzer aufgefordert, ein angehängtes Programm zu öffnen oder einen Link anzuklicken, der dann auf eine infizierte Webseite führt. Führt er das Programm aus oder folgt dem Link, wird ein Schadprogramm auf seinem Computer installiert, das ihn zu einem Teil eines Botnetzes macht. Diese Aufforderungen erfolgen häufig über Phishing-Mails, die immer professioneller werden. So kann eine solche E-Mail vortäuschen, von der eigenen Bank zu kommen o.ä.
    • Downloads:
      Das Schadprogramm wird an ein Programm gekoppelt, das im Internet zum Download bereitsteht. Wer sich dieses Programm herunterlädt, infiziert seinen Computer mit der Schadsoftware. Diese Kopplung eines Schadprogramms an eine unschädliche Anwendung nennt man Trojaner („Trojanisches Pferd“). Das geschieht meist bei illegalen Downloadprogrammen. Aus Sicherheitsgründen sollten aber auch legale und seriöse Programme nur von der Originalwebseite des Anbieters heruntergeladen und mit einem Virenscanner überprüft werden.
    • Exploits:
      Bei der Infektion über diese Methode werden Sicherheitslücken und Fehler in Anwendungen, im Browser oder im Betriebssystem selbst ausgenutzt. Exploits werden aktiviert, indem der Nutzer beispielsweise auf einen präparierten Link klickt; bei einer Drive-by-Infection können sie beim Aufruf einer Webseite auch automatisch ausgelöst werden.
    • Drive-by-Downloads:
      Ein Drive-by-Download bezeichnet das unbewusste (engl. Drive-by: im Vorbeifahren) und unbeabsichtigte Herunterladen (Download) von Software auf den Computer eines Benutzers. Unter anderem wird damit das unerwünschte Herunterladen von Schadsoftware allein durch das Anschauen einer dafür präparierten Webseite bezeichnet. Zwielichtige Seiten nicht anzusurfen, schützt leider nur bedingt, da es Hackern auch immer wieder gelingt, seriöse Webseiten zu manipulieren.

    Welchen Schaden können Botnet-infizierte Computer anrichten?

    Ein von Cyberkriminellen gekaperter Computer kann zu verschiedenen Zwecken missbraucht werden:
    • Versand von Spam:
      Die Ressourcen des ferngesteuerten Computers werden genutzt, um Spam zu versenden. Ein Botnetz kann so mehrere Milliarden Spam-Mails pro Tag verschicken.
    • DDoS-Attacken:
      Sogenannte Distributed Denial of Service-Attacken sind Angriffe auf einen Server oder Computer mit dem Ziel, dessen Dienste funktionsunfähig zu machen. Werden beispielsweise die Server eines Unternehmens mit einer sehr hohen Zahl von Anfragen belastet, können sie unter dieser Last „zusammenbrechen“. Mit den koordinierten, zeitgleichen Anfragen von Bots auf ein System lässt sich eine solche Überlastung herbeiführen.
    • Proxies:
      Über einen Proxy im Bot kann der Master-Computer, der die Bots fernsteuert, eine Angriffs-Verbindung zu einem dritten Computer herstellen und seine Ursprungs-Adresse verbergen – für das Angriffsopfer erscheint der Bot als Angreifer. Der eigentliche Angreifer – der fernsteuernde „Master“ – ist nicht zurückzuverfolgen.
    • Datendiebstahl:
      Die meisten Bots können auf lokal gespeicherte Zugangsdaten zu Anwendungen wie Messenger-Programmen zugreifen oder Daten wie Passwörter und Kreditkartennummern aus Webformularen auslesen. Diese Daten werden dann an den „Master“ des Botnetzes übertragen.
    • Speichermedium für illegale Inhalte:
      Die Festplatten der gekaperten Computer können zur Speicherung von illegalen Inhalten genutzt werden, die von diesem aus verbreitet werden.
    Relativ wenige Botnet-Betreiber haben Millionen von Computer zu Botnetzen zusammengeschlossen und verfügen damit über eine Rechenleistung, die höher ist als die von allen Hochleistungscomputern der Welt zusammen. Allein das im April 2009 entdeckte Botnetz „Mariposa“ bestand aus 13 Millionen gekaperten Computern. Darunter sind auch immer mehr Computer von Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen. Links in sogenannten Instant Messenger (z.B. in Chatprogrammen), die auf präparierte Webseiten führten und von einer Lücke im Browser profitierten, waren neben infizierten Dateien von Tauschbörsen und auf USB-Sticks die Ursache für die Infektionen.

    Die Gefahr der Botnetze steigt

    Laut einer Studie des IT-Sicherheitsunternehmens Trend Micro liegt Deutschland, bezogen auf die Anzahl der mit Bots infizierten Computer, im Ländervergleich auf Platz 3. Mehr infizierte Rechner gibt es nur in den USA (Platz 2) und China (Platz 3).

    Diese Zahlen sind alarmierend. Zu befürchten ist, dass die Anzahl der Botnetze weiter steigt, da Cyberkriminelle immer neue Arten von Bots, die intelligenter agieren und so länger unentdeckt bleiben, entwickeln. Auch werden in gängigen Programmen ständig neue Lücken und Methoden gesucht, Computer zu infizieren. Hinter den Betreibern von Botnetzen stehen zudem gut organisierte und professionelle Kriminelle, die sich zunehmend vernetzen und weltweit operieren.

    Eine weitere Gefahr stellt die Ausbreitung der Botnetze auf weit verbreitete mobile Geräte, wie zum Beispiel Blackberry, iPhone usw., dar.

    Gegenmaßnahmen zeigen jedoch bereits Wirkung: Die verstärkte Kooperation zwischen Providern, CERTs und IT-Sicherheitsexperten auch auf internationaler Ebene trägt dazu bei, dass Botnetze schneller aufgedeckt und zerschlagen werden können. Auch Maßnahmen zur Aufklärung und Sensibilisierung der Privatanwender haben dazu geführt, dass Firewalls immer konsequenter eingesetzt und Updates regelmäßig installiert werden.


    Animationsfilm über Viren, Würmer und andere Gefahren im Internet

    Der Animationsfilm (6 Minuten) zeigt die Gefahren von Computerviren, Würmern und Botnetzen. Der Begriff Bot kommt von robot und heißt soviel wie arbeiten. Im IT-Fachjargon ist mit Bot ein Programm gemeint, das ferngesteuert auf einem PC arbeitet. Von Botnetzen spricht man dann, wenn sehr viele PCs, meist mehrere Tausend, per Fernsteuerung zusammengeschlossen und zu bestimmten Aktionen missbraucht werden. Der Animationsfilm stellt die Entstehung und Entwicklung von Botnetzen dar und zeigt, wie sich Computeranwender schützen können.


    Ist mein Computer / unser Netzwerk infiziert?

    Im Hinblick auf die Sicherheit Ihres Computers beachten Sie folgende wichtige Grundregeln:

    1. Überprüfen Sie Ihren Computer auf Befall. Benutzen Sie hierzu den DE-Cleaner. Verschiedene Anti-Viren Firmen stellen diese kostenlos zur Verfügung. Löschen Sie gefundene Schädlinge.
    2. Installieren Sie aktuelle Service Packs und Sicherheitsupdates für Ihr System und aktivieren Sie automatische Updates. Microsoft-Anleitung: Computer schützen.
    3. Installieren Sie einen Virenscanner und aktualisieren Sie ihn regelmäßig.
    4. Benutzen Sie eine Firewall wie z.B. die windowseigene Firewall oder einen Router. 


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    Cyber Security
    Verpassen Sie nicht die Cyber Security Konferenz vom 30 Mai - 01 Juni 2011 im Pullman Schweizerhof Hotel in Berlin.



    Videoquelle: Commissioned by GOVCERT.NL, the Dutch Government Computer Emergency Response Team - www.govcert.nl ©2005 GOVCERT.NL

    Textquelle: BSI für Bürger und Botfrei 

    Donnerstag, 24. März 2011

    Berlin will Motor sein: Aktionsprogramm Elektromobilität Berlin 2020

    Berlin will Europas Zentrum der Elektromobilität werden, Rot-Rot hilft mit einem Aktionsprogramm nach. Das ehemalige Flughafengelände in Tempelhof und ab 2012 auch Tegel sollen zu Standorten der E-Mobilität ausgebaut werden. 

    Berlin - Der rot-rote Senat will Berlin unter Strom setzen. Mit dem am Dienstag präsentierten „Aktionsprogramm Elektromobilität Berlin 2020“ will sich die deutsche Hauptstadt als internationales Schaufenster der Zukunftstechnologie profilieren. Das Ziel: Berlin soll die europäische Metropole werden, in der ausgebildet, produziert und ausprobiert wird, was im elektromobilen Zeitalter gebraucht wird. Dabei will Berlin nicht nur der deutschen Industrie ein Schaufenster zur Verfügung stellen – die Stadt selbst soll als Produktionsstandort attraktiver werden. In Kürze, so hofft man im Roten Rathaus, wird Berlin von der Nationalen Plattform Elektromobilität der Bundesregierung den Zuschlag bekommen.
    Ausgearbeitet hat das Aktionsprogramm die landeseigene Agentur für Elektromobilität (Emo).
    „Bis 2020 sollen 100 000 Elektroautos in Berlin fahren“, kündigte der Regierende Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) am Dienstag in Berlin an. Die Stadt habe besondere Möglichkeiten, die nun zügig gemeinsam genutzt werden müssten – von der Politik, den Unternehmen, der Wissenschaft und den Verbrauchern. „Das ist ein ambitioniertes, aber erreichbares Ziel“, sagte er. Die Zeit sei knapp und die Konkurrenz schlafe nicht, aber Berlin wolle den Wettbewerb unbedingt gewinnen. „Ziele zu postulieren, heißt aber noch nicht, dass alles morgen schon fertig ist“, gab Wowereit zu bedenken.
    In der Tat hat Berlin als elektromobile Modellstadt, in der Vorhaben im Volumen von 80 Millionen Euro gefördert werden, noch eine Menge zu tun. Nur wenige hundert der in der Stadt zugelassenen 1,3 Millionen Pkw sind elektrisch unterwegs, Berlin fehlt – anders als München, Stuttgart oder Wolfsburg – ein großer Autohersteller, die öffentlichen Kassen sind leer und die Durchschnittseinkommen der Berliner vergleichsweise niedrig.

    Doch Wowereit und Wirtschaftsenator Harald Wolf (Linke) sind bemüht, aus der Not eine Tugend zu machen: Berlin sei „herstellerneutral“ und deshalb attraktiv für alle Autobauer und -zulieferer, die Berliner seien erfahren im Umgang mit unterschiedlichen Verkehrsträgern und die Unternehmerschaft der Stadt unterstütze die klamme Verwaltung nach Kräften. „Es ist wichtig, dass wir uns frühzeitig positionieren“, sagte Wolf. Man sei in Gesprächen mit Unternehmen, die noch nicht in der Stadt aktiv sind – zum Beispiel mit Opel. Im Laufe des Jahres solle zusammen mit dem Land Brandenburg, das am Mittwoch noch nicht mit am Tisch saß, ein konkreter Maßnahmenplan erstellt werden. So ist nach dem Vorbild der TU ein Netzwerk aller Hochschulen und Fachgebiete zum Thema Elektromobilität geplant. Außerdem sollen das ehemalige Flughafengelände in Tempelhof und ab 2012 auch Tegel zu Standorten der E-Mobilität ausgebaut werden. Tempelhof ist als „Erlebniswelt“ gedacht, wo Fahrzeuge ausprobiert werden können, in Tegel soll nach der Schließung des Flughafens ein „Entwicklungs- und Fertigungsareal“ entstehen. Teil des Programms ist zudem eine stärkere Integration von Carsharing-Modellen in den öffentlichen Verkehr, die Schaffung von „abgeschlossenen Versuchszonen“ in einem Stadtbezirk (Fahrspuren, Parkplätze, Ladesäulen) sowie die Verknüpfung regenerativer Energiequellen in Brandenburg mit Berliner Verkehrsträgern. Schließlich soll die Bahnverbindung Berlin-Hamburg zur „Erprobung intermodaler Reiseketten“ dienen, kurzum: auch der individuelle Weg zum Bahnhof soll elektrifiziert werden.

    Die Berliner CDU warf dem Senat am Mittwoch vor, Ideen der Opposition kopiert zu haben. „So verspielt man Chancen“, hieß es in einer Mitteilung. „Ein Jahr, nachdem die CDU ein detailliertes Konzept vorgelegt hat, stellt der Senat heute die Agentur Emo vor, die nichts außer vagen Absichtserklärungen zu bieten hat.“ Der Senat kopiere das Allgemeine und unterlasse das Konkrete. „Am schlimmsten: Auch nach einem Jahr hat der Senat die Automobilindustrie nicht an Bord, nicht einmal die vorhandenen Berliner Zulieferer.“ Wowereit wies die Vorwürfe zurück. Die Autobranche zeige großes Interesse an den Berliner Plänen. „Ich verhehle nicht, dass die Konkurrenz hart ist“, sagte der Regierende. Die Frage, die sich Berlin stellen müsse, sei: Wolle man Motor oder Bremser sein? „Berlin will Motor sein“, sagte Wowereit.

    Quelle: Tagesspiegel



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    Dienstag, 22. März 2011

    Multi-function Shared Services: Insights from an Accenture Research Study


    In the continuous quest for sustainable advantage,
    high performance businesses and governments
    are turning increasingly to multi-function shared
    services operations. Like the single-function model,
    a multi-function organization delivers cost savings,
    but it also delivers additional unique and strategic
    benefits, Accenture research indicates.
    In eliminating redundancies across major functions, multi-function shared services further improves service delivery, drives higher productivity and accelerates innovation and transformation beyond the single function shared services solution. By providing a variety of supporting activities, the multi-function shared services organization moves even closer to the heart of the enterprise. As a model for cross enterprise collaboration and process excellence, it becomes an indispensable strategic partner and a critical enabler of higher performance. The benefits of shared services to date often have been limited by its scope. Many organizations implement shared services solutions within a single function - finance or human resources (HR), for example. Others apply shared services across multiple functions but not in an integrated fashion.

    A third group, however, executes true integrated, multi-function shared services solutions. While challenging to achieve, multi-function shared services delivers more benefits than organizations thought possible when they started their journeys, according to our research. Accenture surveyed senior executives in a wide range of industries and government organizations around the world, supplementing their responses with interviews with executives leading multifunction shared services operations.

    Accenture define multi-function shared services as two or more major functions such as order management,  customer service, finance, HR, supply chain or IT, combined in a single shared services solution. These functions may be located in the same facility, though not always. A multi-function shared services solution is  characterized by a common leader, budget, service management approach, chargeback model, recruitment and training program, management processes (such as continuous improvement and customer relationship  management), and enabling technologies, such as contact management, imaging and workflow.


    Abbildung: Single versus multi-functional Shared Services Organizations


    Why the interest in a concept that has been around for 20 years?

    Perhaps because executives are searching for the next generation of improvements that can be leveraged from the shared services model. The relatively easy changes already have been made. The single-function shared services model is a proven way to reduce costs and improve quality and service. But by extending the model to support multiple functions, organizations can magnify these benefits with strategic gains and additional business benefits. Indeed, 64 percent of the survey respondents not currently running a multi-function operation are considering it.
    Shared services executives are seeing the difference between simply centralizing disparate back-office  functions and what one respondent now calls "shared services within shared services." By this he means
    a single set of service management processes supporting a variety of functions, such as finance, human resources, supply chain and information technology (IT). These shared processes can include continuous improvement, service management, customer relationship management (CRM), communications, training and IT support.  

    Download this complimentary research study on HR Shared Services from Accenture here.